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FERRARA, UNESCO WELTKULTURERBE

1995 wurde Ferrara in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen, als hervorragendes Beispiel von Renaissancestadt, die ihre Stadmitte noch unverändert behält.

 

Seit 1999 schließt diese Anerkennung auch das Podelta und die alten „Delizie“ der Este ein. Das Gebiet wurde dann insgesamt als Ferrara, Renaissancestadt und ihre Podelta beschrieben.

….ENTDECK FERRARA UND IHR WUNDERVOLLES GEBIET!

FERRARA DIE ESTE STADT

In der Mitte der Poebene, zeigt sich Ferrara mit der unveränderten Stimmung ihrer Vergangenheit, tief mit ihrer lebendigen Gegenwart verbunden.
Das bekannteste Bild ist sicher das ihrer Renaissance, der Zeit des Glanzes des Este Hofes, der überall unvergängliche Zeichen gelassen hat: der riesige Plan der „herkulischen Addition“ von Biagio Rossetti und die großartigen Gemälde der Ferrarer Schule des 15. und 16. Jahrhunderts und in dem „Jüngstem Gericht“ von Bastianino. Die Renaissance lebt nicht nur in den Gärten aus weißem Marmor und rotem Ziegel fort, sondern auch in dem wunderschönen „Quadrivio degli angeli“ (Kreuzung der Engel), in den Häusern, in den Kirchen, in den Gebäuden und in den langen und luftigen Straßen der Renaissancestadt.

Die Stadtmitte, Treffpunkt für Bewohner und Touristen, ist von den Gebäuden der Macht beherrscht: das Este Schloß, alte Festung des 14. Jahrhunderts und seit dem 15. Jahrhundert Residenz der Este Herzogen; der wundervolle Dom, harmonische Vereinigung von gotischer und romanischer Baukunst. Dieser kann als eine merkwürdige Erzählung  betrachtet werden, in deren Mitte das Jüngste Gericht zu bewundern ist; das Rathaus, das die erste Residenz der Este gewesen ist. Und dann Geschätfe und Café und die Herrlichkeit des Stadttheaters.

Das Este Schloß ist häufig Sitz von Ausstellungen; der romanische Dom und sein Museum; Palazzo Schifanoia und ihre Säle mit Fresken bemalt, unter denen dem bekannten „Saal der Monate“.

Vom Schloß zweigen die weiten Straßen der herkulischen Addition ab, d.h. der großartige Stadtplan, den der Architekt Biagio Rossetti zwischen Ende des 15. Jahrhunderts und Anfang des 16. Jahrhunderts im Auftrag des Herzogs Ercole I. realisierte. So wurde Ferrara zur „ersten modernen europäischen Stadt“ der Renaissance. Zweck der herkulischen Addition war nicht nur die Erweiterung der Stadtmitte durchzuführen, sondern auch die Verteidigungsanlage der Mauer zu verstärken. Diese, mit dem Baluardo del Barco, stehen unter den ältesten Beispielen von moderner Befestigung.

Das Werk, das zwischen 1492 und 1510 durchgeführt wurde, verherrlichte den Este Hof und setzte die Este Familie unter den wichtigsten europäischen Hofen. Dieser Plan besteht aus zwei Hauptstraßen, die die lebenden Teile der neuen Addition vereinigten: eine lange Straße, die vom Süden nach Nordem lief und die das Schloß mit der „Porta degli Angeli“an den Mauern verband (die derzeitige Corso Ercole I d’Este). Und eine noch längere Straße, die vom Osten nach Westem lief und die die zwei Tore der Mauern verband (die alte Via degli Equinozi, heute in corsoBiagio Rossetti, corso Porta Mare und corso Porta Po aufgeteilt). Damals kreuzten die zwei Verkehrsader sich, und auch heute kreuzen sie sich in dem berühmten „Quadrivio degli Angeli“, wo Palazzo Diamanti und Palazzo Prosperi Sacrati entstehen.

Dann noch Palazzo dei Diamanti und die nationale Pinakothek, Sitz einer ständigen Ausstellung von wichtigen Kunstwerken; Palazzo Massari mit der ständigen Ausstellung des Malers aus Ferrara Giovanni Boldini; Piazza Ariostea, wo jedes Jahr in Mai „das älteste Palio der Welt“ stattfindet; die Mauern, die alten Befestigungsmauern, die ihre Pracht unverändert behalten; Palazzo Schifanoia, die einzige „delizia“ der Este innerhalb der Mauer, mit den wundervollen Fresken der Saal der Monate, von den ferrarer Künstlern im 15. Jahrhundert bemalt; Palazzo Paradiso, Sitz der Bibliothek Ariostea, mit viele wertvolle alte Büchern und erste Sitz der Universität; Palazzina di Marfisa d’Este; Casa Romei; das Haus von Ludovico Ariosto; das mittelalterliche Viertel mit den engen Straßen, wo die Sonne mit Mühe eindringt; das Judenviertel und die Synagoge...

 

COMACCHIO, DAS “KLEINE VENEDIG”


30 Km von Ferrara entfert, gegen den Meer, entsteht Comacchio, die sogenannte „kleine Venedig“, das eigenartigste und bezauberndste Zentrum des Podeltas.
Erbe der alten Spina, von Ferrara und Ravenna, von Papst und Kaiser begehrt, hat Comacchio sehr alte Ursprünge: sie entstand am Anfang des Mittelalters auf dreizehn Inseln und stützte ihre wirtschaftliche und städliche Entwicklung gerade auf das Wasser.
Fischerei und Erzeugung des Salzes waren die Quelle ihrer Blüte, aber gleichzeitig sind sie auch die Ursprung der Zusammenstoßen mit Venedig gewesen.
Heutzutage ist Comacchio eine Stadt mit einzigartigen Merkmalen, von Leute bewohnt, die stolz auf ihre Ursprung sind. Eine Stadt von Kanälen und von großartigen Gebäuden und Brücken. Die derzeitige Stadtmitte bewährt interessante Zeichen der Vergangenheit: wunderschöne Kirchen und Denkmäler, die neben den mehreren Brücken entstehen, wie der Trepponti Brücke aus dem 17. Jahrhundert. Alte Tor der Stadt, wurde dies im Auftrag des Kardinals Pallotta in der ersten Hälfte des 17.
Jahrhunderts vom Architekten Luca Danese realisiert.

Der Trepponti Brücke besteht aus fünf bogenförmigen Treppen, von der Zentraltreppe kommt man zu dem Platz an, wo jeden Morgen der Fischmarkt in der Fischhalle des 17. Jahrhunderts stattfindet.
Merkwürdig auch das Museum del carico della nave romana, das Fundstücke einer romanischen Boot des ersten Jahrhunderts v.C. ausstellt.
Den Kanälen entlang sieht man die typischen Boote der Täler (batane), auf denen man die Stadt aus einem eindrucksvoller Gesichtspunkt besuchen und bewundern kann

 

DAS PODELTA UND DIE TÄLER

Wenige Kilometer von Ferrara entfernt sind die Täler von Comacchio, 11000 ht von salzigem Gebiet mit Dämmen und Erhebungen, mit einer Pflanzenwelt und Tierwelt, die typisch für die Lagunen sind. Die eindrucksvollsten Punkte sind die Halbinsel von Boscoforte und die Salinen, wo eine große Kolonie von Flamingo beherbergt.
Der Park des Podeltas ist der breiteste Park der Gegend und nimmt einen wichtigen Teil des Gebietes von Emilia Romagna ein. Der Park besteht aus sechs verschiedenen Flächen, jede mit einzigartige naturalistische, kulturelle und landschaftliche Kennzeichen. Der Besucher kann den Park durch verschiedene Rundfährte mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erforschen

Mit dem Fähre kann man wundervolle Ausflüge machen: z. B. man kann den Leuchtturm in Gorino erreichen und in dem typischen kleinen Restaurant essen; in der nahen Goro kann man eine der größten Züchten von Weichtiere und Austern des adriatischen Meer besuchen.
Während den Ausflüge in dem Park kann man vielfältige Pflanzen sehen: die Meerlavendel, die seltene weiße Seerose und den Enzian.
Was die Tierwelt betrifft, erwähnen wir die Meeramsel, die hier nisten.

 

CENTO, DIE STADT DES KARNEVALS

Geburtsstadt von Guercino, entsteht diese kleine Stadt an den Ufern des Flußes Reno. Mit ihren schönen und großartigen Gebäuden wird sie zum wichtigen Zentrum des Gebietes von Ferrara: die Burg, die als Verteidigungsanlage gegen Ende des 14. Jahrhunderts im Auftrag des Bischofs von Bologna aufgebaut wurde, um den Wunsch von Unabhängigkeit der Bewohner von Cento zu bremsen; der Platz der Guercino mit dem Rathaus, mit dem Palazzo del Governatore und mit der Pinakothek: die Säulengänge kennzeichnen Piazza del Guercino, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum von Cento, in deren Mitte die Statue des Malers herrscht, die 1862 von Stefano Galletti behaut wurde.

In der Palazzo del Governatore hat die Galerie von moderner Kunst ihre Sitz. Neben mehreren Gemälden der Maler aus Cento Aroldo Bonzagni, bietet dieses Museum viele Kunstwerke der bedeutendsten italienischen Künstern (Annigoni, Balla, Capogrossi, Carrà, Conti, De Pisis, Fontana, Guttuso, Morlotti, Reggiani, Russolo, Sironi, Wildt, usw.).

Dann das Stadttheater, das zwischen 1858 und 1861 errichtet wurde und das im Jahre 1954 dem Tenor aus Cento Giuseppe Borgatti gewidmet wurde. Das Innere spiegelt die Struktur des „italienischen Theater“: hufeisenförmig, mit drei Reihen von Logen, Galerie und Parterre..

In Februar und in März spielt der berühmte Karneval ab, einer der wichtigsten in Europa, mit dem Karneval von Rio de Janeiro verbunden. Der von Cento bietet eine großartige Schauspiel mit den anmutigen Tänzerinnen der bedeutenden Samba-Schulen.
Jeder Karnevalverein besteht aus viele feierliche Leute: einige bleiben im Wagen, währen eine größere Gruppe dem Wagen durch die Stadtmitte vorausgeht. Volkskundliche Gruppen, Schauspieler, Musiker usw. unterhalten das Publikum.

 

 

POMPOSA UND DIE MITTELALTERLICHE ABITEI

Die Abtei von Pomposa besteht aus einem Gebäudekomplex, der zu einem der bedeutendsten benediktinischen Kloster des Mittelalters wurde: die Basilika, das Refektorium, die Saal und der Hof sind das Herz der Abtei. Nur später wurde der großartige Kirchturm errichtet.
Die Benediktiner gründeten die Abtei im 8. Jahrhundert: um Jahre 1000 genoß sie hohes Ansehen in den umliegenden Gebiete und der Abt war sehr hochgeschätzt. Die Benediktiner blieben dort bis Anfang des 16. Jahrhunderts, als sie nach Ferrara umzogen. Dann wurde sie zum Privateigentum und später zum landwirtschaftlichen Betrieb, bis sie vor einem Jahrhundert in einem Nationaldenkmal umwandelt wurde.
Im Laufe der Zeit wurde die Abtei von mehreren berühmten Leute besucht, unter denen der Barbarossa und Dante Alighieri. Ihr Baustil ist eine Mischung von romanischer und byzantinischer Baukunst und in den Kunstwerken erkennt man Kennzeichen der Schulen von Ferrara und Bologna an.

 

 

MESOLA UND DAS SCHLOß

Das Este Schloß della Mesola wurde in den zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Auftrag von dem letzten Herzogs von Ferrara, Alfonso II, errichtet, und der dritten Frau, Margherita Gonzaga, gewidmet. Das letzte der „delizie“ der Este unterscheidet sich für seine Strenge und die gleichzeitige Eleganz. In der Mitte einem Jagdgebiet war das Schloß von 12 km lang Mauern eingeschlossen, die leider völlig zerstört wurden. Die andere Gebäude, die dem Schloß gehörten und die im Halbkreis aufgestellt sind, wurden in Geschäften und Restauranten umwandelt.
Dia Säle des Schloßes dienen als Sitz des Zentrums der Umwelterziehung und der Bibliothek, sowie für zeitweilige Ausstellungen.

 

DIE SIEBEN LIDI VON COMACCHIO, ENTSPANNUNG
UND UNTERHALTUNG AM ADRIATISCHEN MEER

Mit ihren breiten Straßen und ihren zahlreichen Geschäften und Restauranten in der Nähe des Strandes, sind die sieben Lidi ein touristischer Ort, der viel Entspannung und Unterhaltung anbieten kann.
Die Lidi bieten lange Strände, Meer und Sport für Urlaube, die für alle geeignet sind, für die Familie und für die Jüngsten. In den Lidi kann man in der Sonne liegen, spaziergehen, während die Kinder spielen und Bad nehmen.

Die Immobilagenturen in den Lidi schlagen Häuser zu vermieten vor, die alle Bedürfisse erfüllen können und hotels sind mit jedem Komfort versehen.

STELLATA UND IHRE BURG

Die Burg von Stellata entstand als Verteidigungsanlage um Jahre 1000. Von Ludovico Ariosto in seinem „Orlando Furioso“ erwähnt, wurde sie dem Po entlang errichtet, wichtigstem Ader von Menschen und Gütern der Poebene. 1482 und 1509 fand hier eine der heikelsten Schlächte der langen Krieg der Este gegen Venedig statt. Heute werden sie noch mit der „Schlact des Salzes“ erinnert.

In dem nahen Bondeno findet „Panaria“, das Fest des Brotes, statt. Fünf Tage lang feiert man alles das, was aus Weizen, Hefe und aus der Meisterschaft der Bäcker stammt.

stellata

“DELIZIA” DEL VERGINESE

Die Delizia del Verginese war eine der zahlreichen Sommer- und Jagdresidenzen des Este Hofes. Sie ist ein kleines Schloß, das durch einen Säulengang mit einer kleinen Kirche verbunden ist. Nach dem Willen des Herzogs Alfonso I. Este errichtet, wurde sie von Girolamo da Carpi geplant, der ein vorherbestehendes Landhaus umbaute. Sie wurde dann Laura Dianti beschenkt, mit deren der Herzog einen ständige außereheliche Beischlaf hatte.
Nach Jahren von großem Glanz, wurde die Delizia del Verginese nach dem Untergang der Este vergessen und vernachlässigt. Kürzlich wurde sie völlig renoviert, so daß man heute ihre elegante Architektur noch einmal bewundern kann. Seit kurzem wurde auch der Renaissancegarten renoviert, der dem ganzem Gelände Pracht schenkt.

   
 
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